Three

Zeit für ein Résumé im Zeichen der drei. Denn seit genau drei Monaten bin ich jetzt hier. Außerdem hat Flo heute dreiwöchiges Jubiläum in Neuseeland. Wir suchen auf unserer sehr langen Autofahrt von Christchurch nach Picton drei Wörter, um unsere Erlebnisse zu beschreiben. Gleichzeitig blicken wir auf die drei ereignisreichen Wochen zurück und fassen die Lichtblicke zusammen. Es folgt ein Eintrag voller Liebe und Erinnerungen

Three words to rule them all…

Serendipität. Arabische Händler prägten den Namen Serendip bzw. سرنديب / Sarandīb für das damalige Ceylon, heute besser als Sri Lanka bekannt. Beschrieben wird damit eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist und aus der eine darüber hinausgehende Untersuchungstätigkeit, eine intelligente Schlussfolgerung oder Findigkeit hervorgeht. Bislang hat uns jede Ecke der zwei Inseln in jenen oben beschriebenen Zustand versetzt. Meistens steigen wir morgens ahnungslos in das Auto und fallen abends vollkommen überwältigt ins Bett, damit beschäftigt, die Eindrücke der Abenteuer zu verarbeiten. Was mich zu Wort zwei bringt.

Natur. Sicherlich das herausragende Merkmal Neuseelands. In Aotearoa ist man nie weiter weg vom Meer entfernt als 128 Kilometer. Dennoch dauert es manchmal Stunden, wenn man auf dem schnellsten Weg dahin kommen möchte, weil das Land von Gebirgen, Hügelketten oder schwer passierbaren, pittoresken Landschaften geprägt ist. Auf den zahlreichen Wanderungen haben wir Orte entdeckt, die wir uns schöner nicht hätten vorstellen können. Hinter jeder Kurve der wenig befahrenen Highways klappt uns erneut die Kinnlade in den Schoß. Die Landschaften sind einfach atemberaubend.

Wanderlust. Dieses wunderschöne, eigentlich nicht in andere Sprachen direkt übersetzbare, deutsche Wort wird weltweit mit dem Verlangen danach gleichgesetzt, die Welt zu erkunden und erleben. Hier in Neuseeland wird dieser Impuls minütlich verstärkt. Psycho-soziologisch betrachtet ist Wanderlust aber nicht nur die pure Lust am Wandern, wie sie in Deutschland besonders in der Romantik geprägt und gelebt wurde, sondern vielmehr die Suche nach der Verbindung zwischen Kultur und Land, Menschen und Natur, Reisen und Erlebnissen. Genau diese Wanderlust hat uns hier gepackt. 

Neuseeland ist ein magischer Ort, so viel steht fest. Diese drei Begriffe sind stark verknüpft mit den Erlebnissen hier auf den zwei Hauptinseln des Landes. Claudio, Autor dieses hervorragenden Blogs, hat mir heute ein Zitat geschickt, das ich gleich als Abschluss dieses Artikels verwenden möchte – es könnte passender nicht sein.

Die eigentlichen Entdeckungsreisen bestehen nicht im Kennenlernen neuer Landstriche, sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen.

Marcel Proust (1871-1922)

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