No Fly Zone

Ich bin nicht lebensmüde. Wirklich nicht. Doch es ist sicherlich spannend, einen Hurrikan aus nächster Nähe zu erleben. Fällt unter die Kategorie „kann man sich doch mal angucken“. Irma hat allerdings eine solche Wucht, dass man ihr eventuell doch aus dem Weg gehen sollte. Dementsprechend besorgt bin ich, als ich sehe, dass Irma Kurs auf Kuba nimmt, das nächste Ziel auf meiner wirren Reiseroute. Mittlerweile ist bekannt, dass der Tropensturm die Insel zwar nicht richtig erreicht, dennoch erhebliche Schäden anrichtet hat. Lange habe ich überlegt, ob ich nicht doch nach Kuba fliegen soll, um den Menschen vor Ort zu helfen. Eine normale Urlaubsreise käme für mich auf keinen Fall in Frage.

Ich kann mir nicht vorstellen, mich auf der einen Seite der Insel von Rum und Zigarren zu ernähren, während auf der anderen Seite Menschen um ihre Existenz bangen. Nach stundenlangen Telefonaten, etlichen E-Mails und Dutzenden Gesprächen darüber, was jetzt zu tun ist, wird klar: Kuba steuere ich erstmal nicht an. Sicherheitsbehörden haben mir davon abgeraten, das Auswärtige Amt ebenfalls, und Hilfsorganisationen wollen mich nicht mitnehmen. Ich hätte gerne geholfen. So muss ich meinen Plan ändern. #FirstWorldProblems, oder?

Jetzt verweile ich erstmal weiter in Kalifornien (geht schlimmer), und warte auf meine Freunde, mit denen ich dann irgendein Land irgendwo auf der Welt unsicher machen werde. Wahrscheinlich in Mittelamerika. Ich wage mich aber gerade nicht, eine konkrete Prognose abzugeben. Es bleibt spannend.

2 Gedanken zu “No Fly Zone

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