Eins

Unglaublich! Vor genau einem Jahr habe ich das letzte Mal deutschen Boden unter den Füßen gehabt. Am 06.12.2016 steige ich gegen 9:30 Uhr in München in den Airbus A330-300, der mich nach Abu Dhabi bringt. Über Hong Kong geht es dann weiter nach Auckland, wo ich am 8.12. lande. Jetzt, ein Jahr später, sitze ich in Antigua, Guatemala und liege, tanze und hüpfe immer noch auf Wolke sieben. Dazwischen erlebe ich Höhen und Tiefen, das beste Wetter, die heftigsten Tropenstürme, lerne liebevolle Menschen kennen, werde bestohlen, esse hervorragend und übergebe mich fast ob einiger „Köstlichkeiten“. Dieser emotionale Parforceritt fing an mit einem „endlich“. „Endlich!“ ruft meine Mutter, als ich sie anrufe, um ihr zu berichten, dass ich den wahrlich schwierigsten Entschluss meines Lebens gefasst habe, meine Träume zu verfolgen und Deutschland erstmal zu verlassen. #DankeMuddi.

Ich finde auf meinem Weg Freunde fürs Leben, werde in Familien als Teilzeitsohn aufgenommen, verbessere mein Englisch und Spanisch, tauche vollkommen in neue Kulturen ein, lebe in fremden Ländern und kratze nicht nur an der Oberfläche ihrer Charakteristiken. Ich schaffe es auf die Topscorer-Liste meines Fußballclubs, erklimme Vulkane, surfe, arbeite als Deutschlehrer, trinke und esse zu viel, schlafe in heruntergekommenen Hütten, wohne in Villen, gewinne beim Pferderennen viel Geld und verliere es gleich wieder, verliere meinen Bezug zur Gastronomie nicht und jobbe an diversen Orten als Barkeeper, setze mich mit unendlich vielen philosophischen und psychologischen Problemstellungen auseinander, führe stundenlange Telefonate, lese viel, mache meinen Tauchschein, überlebe Burning Man, kämpfe damit, meine Freunde und Familie nicht täglich sehen und hören zu können, und, und das ist wohl das Wichtigste, lerne mich neu kennen. Welches Privileg dieser Ritt ist, wird mir immer bewusst. Vor 11 Monaten schreibe ich in meinem ersten Blogeintrag: „Kia ora! Auf vielfaches Drängen jetzt doch ein Blog. Kreativ, ich weiß! Wanderlust ist das Motto, Wandern die Devise. Im Kopf, in der Natur, im Herzen. Hier ist also ein Ort entstanden für meine geistigen Ausgüsse, Reiseberichte und Fotos. Ich hoffe, er weiß zu gefallen. Ich werde mir Mühe geben, ihn regelmäßig zu besuchen und mit Leben zu füllen.“ Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, ich hätte wahrscheinlich den Kopf geschüttelt, gelächelt – und kein Wort davon geglaubt. Danke auch an alle, die hier mehr oder weniger regelmäßig mitlesen. Ich freue mich über jeden Klick auf der Seite. Jetzt aber genug gesüßholzraspelt, meine 1-Jahres-Feier wartet auf mich!

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